Nicht nur mit Kaffee fair handeln

Ein lokales Bündnis kämpft für menschenwürdige und gerechte Produkte

AACHEN. Gewöhnlich freuen sich Verbraucher über niedrige Preise. Wenn diese jedoch durch rücksichtslose Ausbeutung der Arbeiterinnen oder durch Kinderarbeit zu Stande kommen, kann die Freude getrübt werden.

Im Eine-Welt-Forum Aachen trafen sich Vertreter verschiedener Menschen- und Kinderrechtsorganisationen, Hilfswerke und von Verbraucherorganisationen um ein lokales Bündnis für einen fairen Umgang im Handel zwischen armen und reichen Ländern zu gründen. "Die Globalisierung erfasst heutzutage fast alle Lebens-bereiche" erläutert Dr. Mona Pursey vom Eine-Welt-Forum. Die Mehrheit der Bevölkerung brächte mit dem Stichwort "Fairer Handel" nur die klassischen Kolonialwarenprodukte wie Kaffee, Tee oder Bananen in Verbindung. Tatsächlich stellten diese jedoch nur einen kleinen Teil des Handelsvolumens dar. Die meisten im Alltag verwandten Produkte würden mit Rohstoffen aus der so genannten Dritten Welt hergestellt. Dies beträfe mittlerweile fast alle Bereiche. Das Bündnis "Fair handel(n) in Aachen", dem sich bereits Terre des hommes, FoodFirst Inormation und Action Network (FIAN), die Evangelische Studentengemeinde, das Eine-Welt-Forum, der Aachener Weltladen und die Verbraucherzentrale angeschlossen haben, wendet sich sowohl an die Öffentlichkeit als auch an den örtlichen Handel und die Lokalpolitik. "Wir wollen die Händler hier zunächst über die Missstände bei der Produktion aufklären und dann gemeinsame Lösungsstrategien entwickeln", sagt Dr. Jan Salzmann von Terre des hommes. Mehr Infos gibt es unter Telefon: 89449560 oder per E-mail unter m@lwf.de.